vor den discountern Mit Tobias Zielony bin ich ein paar Tage durch das Sauerland gefahren, er hat Bilder gemacht, ich Notizen. Wir haben mit Dagebliebenen und Rückkehrern gesprochen, sind durch Kneipen, Kuhställe und Industriegebiete spaziert, sind Auto und Schlitten gefahren. In der aktuellen ZEIT-Ausgabe ist das Ganze auf vier großen Seiten zu sehen, fast eine richtige Zielony-Ausstellung mit Begleittext. Online findet man das Ganze hier.

merian gardasee Wieder für MERIAN unterwegs gewesen, diesmal bin ich einmal um den winterlichen Gardasee gefahren und habe eine Geschichte über die Umrundung des Sees geschrieben: leere Dörfer und Städtchen, verbretterte Restaurants und Hotels, nackte Bäume, aufgebockte Boote und gähnende Promenaden. Überreife Khakis an den Bäumen, Handwerker und Gärtner die einzigen Menschen unterwegs. Überall die Reste des großen letzten Sommers und die Vorfreude auf den Frühling. Es waren großartige Tage. Ich war einziger Gast in einem fantastischen Grandhotel, habe mit Cabrio-Rentnern und Radfahrern Schnaps getrunken und die Orte besichtigt, an denen ich als Teenager im Urlaub war. Die Klippen von Malcesine! Die Surfer vor Torbole! Goethe! Kafka! Alles war kleiner und kühler als damals.
Auf meiner Rundreise habe ich zudem ein paar Tage in Arco, Dro und Riva mit ein paar Extremsportlern verbracht. Ich habe das Wingsuit-Jumper-Ehepaar Kristina und James begleitet und in 1200 Meter Höhe über ihnen in der senkrechten Wand des Monte Brento gehangen, als sie sprangen.
Das Heft ist ab dem 16. Mai überall im Buchhandel oder beispielsweise hier zu bekommen. Kristina und James bei der Arbeit sieht man hier:

WDR 3 Homestory

wdr3 WDR 3 Homestory statt MTV Cribs! Ich zeige Jenni Zylka Küche, Wohnzimmer, Veranda und Teehaus am Ufer, koche viel zu starken Kaffee, ziehe die lesbaren Bücher aus dem Regal, rede über Basketball und John Irving, die Arbeit an der Graphic Novel, meine Tochter singt ein Lied von Sharon van Etten. Das Ganze ist hier zu hören: WDR3.

irvingregalVollzugsmeldung: Das grandiose Wort „Büchsenbier“ im Titel eines SPIEGEL-Porträts über einen Abend mit John Irving untergebracht! Ich habe Irving besucht, am Super Bowl Sunday in Toronto, am Samstag erscheint die Geschichte: Wir sitzen im Arbeitszimmer und reden über Bücher, gucken Football in der Küche, dazu Paprika. Den Text findet man hier.

inselbuch„Irgendwo ins grüne Meer / Hat Gott mit leichtem Pinsel / Lächelnd wie von ungefähr / Einen Fleck getupft: die Insel.“ Isabel Bogdan und Anne von Canal haben Texte gebündelt, die von warmen und kalten Inseln erzählen, tatsächlichen und metaphorischen Inseln, südlichen, nördlichen Inseln, Palminseln und Eisinseln, äußeren und inneren. Meine Geschichte heißt „Sylvia Sylvia Sylvia“ und handelt von der letzten Amerikareise meines nächsten Romanhelden Franz Bruck, der die Färöer Inseln überfliegt und plötzlich von der Erinnerung an eine Transatlantikfahrt vor Jahrzehnten überrumpelt wird. Mit dabei sind u.a. Verena Güntner, Uwe Kolbe, Harry Rowohlt, Frank Schulz und Clemens Setz. Das Buch erscheint am 27. Mai und ist hier zu bekommen.

freitextBasketball-EM in Berlin. Und ich schreibe für ZEITonline jeden Tag auf, was dort passiert. Jedes Spiel mit anderen Augen sehen. Es gab die Vorbereitung, zu der ich meinen Fernseher entsorgt habe. Dann das erste Spiel gegen Island, angeguckt mit dem fantastischen Johannes Herber. Wir reden und sehen Robin Benzings Umknicken, „Diese winzige, widerliche Sekunde“. Dann das großartige Spiel gegen die Serben, leider verloren, geguckt am Spielfeldrand mit Organisator Krenz, „dem Flaschengeist am Spielfeldrand“. Das Spiel gegen die Türkei, und „Mats Hummels isst ein Stück Vorderfuss“. Gegen Italien sitze ich mit der Mutter des deutschen Kapitäns auf der Tribüne, „Das ist nur ein Spiel, Mama“. Und das letzte Spiel der EM sehe ich mit dem ARD-Kommentator Andreas Witte – wir sehen zu, applaudieren und sind gerührt: „Fadeaway“.

katalonien titelWieder für MERIAN unterwegs gewesen, diesmal bin ich via Barcelona in die spanischen Pyrenäen gefahren, hoch in die Berge, höher und höher, so hoch in Vall de Boí, dass nichts von Menschenhand Gemachtes mehr zu sehen war, kein Wegweiser, keine Hütte, kein Telefonmast. Die Geschichte erzählt von Late-Night-Outdoor-Beratungen und Wanderschuhkäufen, neongrünen Flechten auf riesigen Felsen, Wasser, Wasser und noch mehr Wasser, von romanischen Kirchen und von dem Hotelbesitzer, Koch und Lebemann Xavi, der vor lauter Gelassenheit seinen Geburtstag vergessen hatte. Seine Hirtenhunde hießen Chewy (nach Chewbacca) und Nora (nach Norah Jones), er sprach von „der Kraft der Steine“ und der „unfassbaren Ruhe des Wassers“. Er hatte Recht. Das Heft ist ab dem 23. Juli überall im Buchhandel oder hier oder hier zu bekommen.

Hagen: St. Michael

stasinix und letzinger In alter Tradition: Sasa Stanisic und ich lesen in Hagen abwechselnd aus frühen, mittleren und neuesten Texten. Es wird ungelenk, albern, pathetisch und gut. Und zwar im Pfarrgarten der kath. Kirche St. Michael (Bei schlechtem Wetter in der Kirche), Pelmkestr. 12 in Hagen-Wehringhausen. 19:00 Uhr.

MERIAN nrw Für das Nordrhein-Westfalen-Sonderheft des Reisemagazins MERIAN bin ich durch die Fussballwelt und -geschichte des Landes gereist, von der Kreisliga A West bis zur Championsleague. In Remblinghausen habe ich die Wildsauelf spielen sehen, in Bochum hervorragendes Bier aus dünnen Plastikbechern getrunken, auf Schalke einen Pappmachéstollen inspiziert und in Dortmund die gelbe Wand bestaunt. Überall gab es Stadionwurst. Es war eine nostalgische Reise: In Remblinghausen habe ich vor 35 Jahren mit meinem Großvater mein allererstes Fussballspiel gesehen, in Bochum stand mein Vater früher auf der Tribüne, nach Dortmund bin ich als Jugendlicher mit dem Fahrrad gefahren, und mein kleiner Neffe trägt ein Schalke-Trikot, wenn er zum Fussballtraining fährt. „Mein Opa, mein Vater, der Fußball und ich“ heißt die Geschichte und ist überall im Buchhandel zu bekommen, man kann das Heft aber hier auch online bekommen. Und schließlich wird es eine App geben, mitsamt einer eingelesenen Version der Geschichte.

burling spring web Am 24. April lese ich in der Burling Library am Grinnell College in Grinnell, Iowa. Geschichten vom Sport und Körper, dazu zeige ich ein paar fantastische Bilder des Fotografen Pari Dukovic.

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